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Wiedertäufer-Update: Highlights und Griffe ins Klo

Wiedertäufer-Symbolbild: Ein Köcher mit vielen Pfeilen darin. (Foto: Marija Zaric/Unsplash)

Symbolbild: Ein Köcher mit Pfeilen darin. (Foto: Marija Zaric/Unsplash)

Einige ereignisreiche Monate liegen hinter uns. Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick auf das, was ihr im neuen Jahr so zu erwarten habt. So viel sei verraten: Die Wiedertäufer haben noch ein paar Pfeile im Köcher.

Die ersten Tage des neuen Jahres sind bereits herum und wir wagen dann traditionell einen kleinen Blick zurück. Was kam bei den Wiedertäufer-Lesern in 2019 besonders gut an? Ganz klar: braune Soße. Das war direkt zu Jahresbeginn der Fall, als wir über Andreas Kemper berichteten, der Björn Höcke und sein Alter Ego Landolf Ladig enttarnte – aber lange Zeit keine Beachtung fand. Rund 9.600 Menschen haben die Geschichte gelesen. Am Ende reichte das aber nur für Platz zwei.

Die am stärksten nachgefragte Geschichte des letzten Jahres hingegen ist schon über zwei Jahre alt. Sie generiert den Traffic vornehmlich über die Suchmaschinen. Knapp 10.000 Menschen lasen den Artikel über die längst überholten Expansionspläne der Flaschenpost. Mit der Geschichte über das Angeln im Kanal (3.900/Platz drei) und die Zuckervilla (2.100 Zugriffe/Platz acht) hingegen landete Evergreen Content in den Top Ten.

Ebenfalls hervorzuheben ist – Stichwort braune Soße – der rechte Terror gegen Ratsmitglieder (3.200 Abrufe/Platz vier) und der Kommentar zu der beanstandenswerten Berichterstattung über die Fälle sexueller Gewalt, die in Münster vor Gericht verhandelt wurden. Unter anderem hatten die “Bild” und der Aschendorff-Möchtegern-Clickbait-Boulevard-Ableger msl24.de in einer Form über den Fall berichtet, die Rückschlüsse auf die Identität des Täters und damit seiner Opfer zuließen.

Wir haben den Vorgang daraufhin beim Presserat angezeigt, dessen Reaktion aber nicht vollständig nachvollziehbar war. Interessant übrigens auch die Reaktion des msl24.de-Autors: Er platzierte ein lachendes Emoji unter unserem Facebook-Post.


Die Wiedertäufer wollen an euer Geld

Prozesse, Recherchen, Technik – all das kostet eine hübsche Stange Geld. Wir vertrauen auf euch als vernunftbegabte Wesen, denn jetzt zu Jahresbeginn werden die Kosten für Webspace und Domain fällig. Also: Geld her:-)





Nicht ganz das erwünschte Ergebnis brachte die Klage gegen Afd-Ratsgruppenmitglied Richard Mol, der auf Facebook ein paar ganz böse und vor allem falsche Dinge über die Wiedertäufer behauptet hatte. Immerhin richtete die Richterin einige deutliche Worte an ihn.

Ihr seht, wir haben 2019 wieder einige schöne Geschichten veröffentlicht. Ob man einen Artikel auch als erfolgreich bezeichnen darf, kann durchaus diskutiert werden. Die reinen Zahlen jedenfalls geben nicht den Ausschlag. Der ungeklärten Millionenfrage bei der Finanzierung der Konversion in der Oxford- und York-Kaserne ging eine mehrmonatige Recherche mit einem hohen Invest voraus. Sonderlich interessant fanden sie die Wiedertäufer-Leser nicht.

Etwas besser lief es da mit dem Scoop über das Störerzimmer in der Notunterkunft für Geflüchtete in der Oxford-Kaserne. Unglücklicherweise waren sich der “WDR” und die “WN” zu fein, die Quelle der Geschichte korrekt zu benennen. Es bleibt abzuwarten, ob sie das ein weiteres Mal so tun werden – da wird nämlich noch etwas kommen und die Wiedertäufer stehen auf der Pole.

Für das Verlagshaus Aschendorff überlegen wir derzeit, wie wir angesichts des wiederholten Fehlverhaltens zu einer Neujustierung des Mindsets an der Soester Straße beitragen können. Wann es soweit ist? Ihr werdet es merken…

 


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