Redaktionsblog

Wir sind 2!

Die Wiedertäufer feiern ihren zweiten Geburtstag.

Der 1. April ist Wiedertäufer-Tag: Heute vor exakt zwei Jahren ist unser schnuckeliges Nervbacken-Projekt an den Start gegangen – und wir haben noch lange nicht fertig.

So, Leute, das zweite Wiedertäufer-Jahr ist vorüber. Zeit, einmal zurückzublicken. Und nach vorn. Fangen wir mit dem Kerngeschäft an: In den vergangenen zwölf Monaten konntet ihr hier viele interessante Geschichten lesen. Manche kamen besser an, manche schlechter. Aber das ist bekanntlich nicht der Maßstab, den wir ansetzen.

Die Story über die merkwürdige Werbekampagne von Westlotto ist ein gutes Beispiel dafür. Kein Klick-Hit, aber sie hat etwas bewirkt. Seit unserer Berichterstattung hat das Unternehmen sein Wording in den Werbeanzeigen geändert. Heute wird nicht mehr suggeriert, dass die Lotto-Gewinne zu wesentlichen Teilen für wohltätige Zwecke ausgegeben werden. Nein, sie fließen zum größten Teil in den Landeshaushalt.

Wir haben auch mit eher datenlastigen Geschichten experimentiert. Bestes Beispiel ist die Story über die Verdrängung von Münsteranern in das Umland, wo die Immobilienpreise inzwischen ebenfalls anziehen. Der Beitrag über Lokalpolitiker, die in Gremiensitzungen durch Abwesenheit glänzen, funktionierte nach einem ähnlichen Prinzip. Besonders eindringlich hingegen war die Geschichte von Fayza. Die ägyptische Muslima war zum Studieren nach Deutschland gekommen – aber als Trägerin eines Kopftuchs nicht überall willkommen.

Wiedertäufer ziehen vor Gericht

Unsere zweifelhaften Freunde von rechts sorgten ebenfalls für Stoff zur Berichterstattung. Die Geschichte über die Verbindungen der Burschenschaft Franconia ins rechtsextreme Milieu war eine der erfolgreichsten überhaupt mit mehr als 6.000 Abrufen. Noch größeres Aufsehen erregte die Story über den Münsteraner Andreas Kemper als dem Mann, der Björn Höcke/Landolf Ladig enttarnte (8.000 Abrufe).

Wo wir beim Thema sind: Am 08. April werden wir gegen AfD-Ratsgruppenmitglied Richie Mol vor Gericht ziehen. Viele sind dem Spendenaufruf gefolgt. Rund 1.000 Euro sind zusammen gekommen, um bei der Begleichung der Prozesskosten zu helfen. Dafür vielen Dank!

Wer sich noch solidarisch zeigen möchte, kann über Paypal spenden:




Qualität vor Quantität

Und sonst so? Unser vor einem Jahr gestarteter Newsletter hat inzwischen knapp 250 Abonennten. Bei Twitter marschieren wir auf die 1.000 Follower zu, nur das Wachstum bei Facebook hat etwas nachgelassen dank dem ganzen Rumgedönse an den Algorithmen. Wer helfen will: Beiträge teilen oder kommentieren, nicht nur liken. Und wir haben endlich Verstärkung in der Redaktion – wir sind jetzt zwei! Dazu demnächst mehr. Wer interessiert ist, wir suchen weiterhin.

Damit sind wir bei unseren anstehenden Projekten. Die Vereinsgründung sind wir entgegen anderlautender Ankündigungen noch nicht angegangen. Es ist noch offen, ob und wann wir dieses Thema angehen werden. Generell gilt die Maxime: Die Berichterstattung geht über alles. Hier wollen wir weiterhin experimentieren, die leichte Akzentverschiebung in Richtung tiefgründige und aufwändig recherchierte Geschichten erscheint aber angesichts der Rahmenbedingungen sinnvoll – auch wenn dies auf Kosten der Quantität geht.

So kann es auch schonmal vorkommen, dass die Wiedertäufer für ein oder zwei Wochen schweigen. Das ist derzeit der Fall, denn manchmal haben private Dinge Vorrang oder Recherchen sind so arbeitsintensiv, dass andere Geschichten warten müssen. Ihr werdet an diese Sätze schon sehr bald denken. Nur mal so als Ankündigung.

Bleibt uns gewogen!


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