Münster

Tankstellen-Brache am Bahnhof: Nächstes Jahr soll gebaut werden

Am Bahnhof soll auf dem ehemaligen Gelände der Westfalen-Tankstelle ein Wohn- und Geschäftshaus mit begrüntem Innenhof entstehen. (Bild: Pro Urban)

Am Bahnhof soll auf dem ehemaligen Gelände der Westfalen-Tankstelle ein Wohn- und Geschäftshaus mit begrüntem Innenhof entstehen. (Bild: Pro Urban)

Das Quartier rund um den Bahnhof befindet sich im Umbruch: Während an der Ostseite der Spatenstich bereits erfolgt ist, tut sich auf der Brache der früheren Westfalen-Tankstelle seit knapp zwei Jahren nichts. Das soll sich schon bald ändern.

“Wenn wir die Baugenehmigung wie beantragt erhalten, werden wir aller Voraussicht nach im ersten Halbjahr 2019 beginnen”, teilte der Projektentwickler Pro Urban auf Nachfrage mit. Für diesen Fall rechnet das Meppener Unternehmen mit einer Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2021.

Für das Projekt zwischen Von-Steuben- und kleiner Bahnhofstraße nimmt Pro Urban richtig Geld in die Hand. Rund 52 Mio. Euro sollen in einem sechsstöckigen Wohn- und Geschäftshaus verbaut werden. Zur konkreten Aufteilung oder der Zahl der geplanten Wohneinheiten wollte das Unternehmen keine Details nennen.

Nur so viel: Im Erdgeschoss ist eine Rewe-Filiale mit einer Verkaufsfläche von 1.800 Quadratmetern geplant. “Damit stellt der Vollsortimenter die Nahversorgung im direkten Umkreis sicher.” Auf dem Dach des Supermarkts ist ein “großer, begrünter” Innenhof (siehe Bild oben) geplant, der “inmitten der Stadt eine geschützte grüne Oase für seine Mieter bereithält”.

Postgebäude am Bahnhof bleibt – vorerst

Damit zeichnet sich nach knapp zweijähriger Vakanz der Baubeginn für das zweite Großprojekt im Bahnhofsumfeld ab. Die Westfalen AG hatte die Tankstelle im Frühjahr 2017 abgerissen. Zunächst sorgte die dadurch sichtbarer gewordene Szene für nicht immer sachliche Diskussionen. Das Handelsunternehmen verkaufte das Grundstück in der Folge an Pro Urban, die gegenüber an der kleinen Bahnhofstraße derzeit ihr an Investoren gerichtetes Projekt “Universe” vorantreiben. Hier sind übrigens 91 Wohneinheiten vorgesehen. Das Projekt auf der anderen Straßenseite dürfte mindestens doppelt so groß werden.

An anderer Stelle hingegen wird sich vorerst nichts tun: Das Postgebäude am Berliner Platz wird zunächst von der Abrissbirne verschont bleiben, erklärte der Eigner, das Münsteraner Immobilienunternehmen Areo Welling. Hier war ursprünglich ein Rückbau angedacht gewesen. Zu Details wollte sich der Projektentwickler nicht äußern. Auf dessen Webseite ist derzeit zu sehen, dass die Überlegungen für einen Neubau in Richtung Hochhaus gehen. Das weitere Verfahren sei offen, hieß es.

Außenansicht des geplanten Gebäudes von der kleinen Bahnhofstraße aus. (Bild: Pro Urban)
Außenansicht des geplanten Gebäudes von der kleinen Bahnhofstraße aus. (Bild: Pro Urban)

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