Stadtgeschichte(n)

Crowdfunding gestartet: Neues Leben für die alte Trafostation

Die alte Trafostation an der Schlaunstraße im Schatten der evangelischen Universitätskirche.

Wo jetzt noch gähnende Leere herrscht, soll schon bald eine multikulturelle Begegnungsstätte entstehen: Die Macher der Geflüchteten-Initiative elbén und des integrativen Modelabels bayti hier wollen der alten Trafostation an der Schlaunstraße neues Leben einhauchen. Sie suchen jetzt über ein Crowdfunding finanzielle Unterstützung.

“Wir wollen die einladen, die sonst vielleicht nicht kommen”, sagt Nedal Georges, der zugleich einer der maßgeblichen Antreiber bei elbén ist. An dem zentralen Standort, dem “Angelpunkt” zwischen Altstadt und Kreuzviertel sollen die Menschen einfach vorbei- und reinschauen, beschreibt er die Vision: “Zusammenkommen, Fragen stellen, was Cooles mitnehmen.”

Wie das konkret aussieht? Auf der 100 Quadratmeter großen Fläche sind Ausstellungen, Vorträge, Kulturkurse und Konzerte geplant, wenn die Trafostation am 01. Mai ihre Pforten öffnet. In der Begegnungsstätte sollen sich Menschen treffen, miteinander austauschen und auf kultureller und kulinarischer Ebene verbinden. Das Ganze soll explizit offen sein auch für Unternehmen, die sich engagieren wollen. Die Stadt und der Privateigentümer der Immobilie haben bereits ihr OK gegeben für das Projekt.

Crowdfunding für Trafostation

In dem Bereich vor der Trafostation ist für die Sommerzeit Gastronomie geplant, Bio-Bier trifft auf den (Nedal: “Kulturvermittler”) Manakish. Auch hier gilt der integrative Ansatz: Wie im elbén-Restaurant in Pluggendorf sollen in der Begegnungstätte geflüchtete Menschen arbeiten. Neben Nedal ist Michael Kortenbrede als einer der Initiatoren des Projekts mit im Boot. Er hat bereits mit dem Modelabel bayti hier ein integratives Unternehmen erfolgreich mit aufgebaut und kann hier wertvolle Erfahrungen beisteuern.

Um das Ganze zu finanzieren, haben die Organisatoren nun ein Crowdfunding gestartet: “Der Beginn war vielversprechend”, sagt Nedal. Bis zum 17. März sollen mindestens 30.000 Euro eingesammelt werden. Damit wäre der Start mit den erforderlichen Umbauten und dem Mobiliar gesichert. Das Optimum aber, so die Organisatoren, wären 90.000 Euro – dann wäre auch der Betrieb für die erste Zeit gesichert.


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