Stadtgeschichte(n)

Abiturnoten: Das sind Münsters Musterschüler*innen

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Im Schuljahr 2017/18 machten 2.015 Schüler*innen ihr Abitur. (Foto: Pixabay/Symbolbild)

Münsters beste Schüler*innen sind Schülerinnen: Das weibliche Geschlecht schneidet beim Abitur durchweg besser ab als ihre männlichen Mitschüler. Unter den einzelnen Schulen landen die Marienschule und das Adolph-Kolping-Berufskolleg an der Spitze, wie aus den Daten des Landesstatistikamtes hervorgeht.

Insgesamt erwarben im Jahr 2018 2.015 Abiturient*innen die Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Das entspricht einer Steigerung von etwa 16,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Die Abiturnoten haben sich unterdessen durchschnittlich um eine Nachkommastelle verbessert: von gerundet 2,4 auf etwa 2,3. Die häufig beschworene “Noteninflation” ist hier nicht feststellbar.

Insbesondere die als weiblich erfassten Abiturientia – 2009 noch 2,4, 2018 nun 2,2 – zogen den Durchschnitt nach oben, während männliche Personen bei einem Schnitt von 2,4 blieben. Allgemein ist zu beobachten, dass in jedem Jahrgang deutlich mehr Mädchen als Jungen die Abiturprüfung absolvieren.

Abiturnoten für Schulauswahl nicht geeignet

Unter den einzelnen Schulen, die das Abitur verleihen, stechen bei der alleinigen Betrachtung der Abiturnoten das Adolph-Kolping-Berufskolleg und die Marienschule hervor. Auf das bischöfliche Gynmasium gehen ausschließlich Mädchen, in die gerundete Statistik sind 110 Abschlüsse einbezogen worden. Beim Berufskolleg sind es 30, Angaben zum Geschlechterverhältnis liegen hier nicht vor.

Auf Anfrage verwies die Marienschule auf einen statistischen Effekt, denn landesweit würden “Mädchen signifikant besser als Jungen” abschneiden. “Das hilft keinem bei der Bewertung der Qualität einer Schule. Dazu gehört viel mehr”, teilt die Schule weiter mit. Mehr gehöre auch zum Lernen dazu, den Schülerinnen “etwas zuzutrauen, stärkenorientiert zu agieren und Lernen als Beziehungsgeschehen im Miteinander zu verstehen”.

 

Karte mit den münsteraner Schulen und ihren Abiturient*innen, sowie der Durchschnitte. Die Daten sind aus dem Schuljahr 2017/18.

 


Beteiligt euch an den Kosten dieser Recherche!

Wir haben für diese Recherche Daten nach dem Informationsfreiheitsgesetz angefragt. Hierbei sind Kosten in Höhe von 250 Euro entstanden.





 

Unter den koedukativen Gymnasien teilen sich das Paulinum, das Pascal-Gymnasium und das Gymnasium St. Mauritz jeweils mit einer durchschnittlichen Abiturnote von 2,1 den ersten Platz.

Am Ende der Skala lag das Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium mit einer durchschnittlichen Abiturnote von 2,6. Auf Nachfrage wollte das Gymnasium keine Stellung beziehen.

In den kommenden Wochen werden sich 2.500 Grundschüler*innen für eine neue Schule entscheiden, teilte die Stadt Münster kürzlich mit. Die hier aufgezeigten Daten sollten aber keine Grundlage für die Entscheidungsfindung sein.

 


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