Münster

Wehrmachtssticker: Polizei Münster ermittelt gegen Beamten

Symbolbild: Polizei-Schriftzug auf einem Dienstwagen. (Foto: Unsplash)

Symbolbild: Polizei-Schriftzug auf einem Dienstwagen. (Foto: Unsplash)

Die Polizei Münster ermittelt gegen einen Beamten ihrer Einsatzhundertschaft. Der Beschuldigte soll einen Sticker mit einem Wehrmachtspanzer an seinem Einsatzrucksack befestigt haben. Dies berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

“Dass ein Angehöriger der Polizei im Dienst eine Abbildung eines Wehrmachtspanzers bei sich getragen haben soll, hat mich sehr betroffen gemacht”, sagte Polizeipräsident Falk Schnabel dem “RND”. “Alle Zeichen und Symbole, die Zweifel an einer neutralen und rechtsstaatlichen Aufgabenerfüllung durch die Polizei aufkommen lassen, sind für uns inakzeptabel.” Er forderte eine umfassende Aufklärung des Vorfalls – sowohl disziplinar- als auch strafrechtlich.

Der Rucksack war, das belegt ein Foto, am vergangenen Samstag von außen sichtbar in einem Einsatzwagen abgelegt gewesen. Die 17. Bereitschaftspolizeihundertschaft war im Rahmen einer antiisraelischen Kundgebung und der Gegendemonstration in der Innenstadt im Einsatz. Zum Einsatzauftrag gehörten “gegebenenfalls auch Schutzmaßnahmen für jüdische Einrichtungen”, erklärte die Polizei dem “RND”.

Aufnahmen belasten Polizei

Dem “RND” liegen nach eigenen Angaben inkriminierende Foto- und Videoaufnahmen vor. Demnach sei auf dem Stoffstück am Rucksack der Schriftzug “Panther Panzerkampfwagen V” zu sehen. Dieser Panzer sei von 1943 bis 1945 im Einsatz gewesen.

Der Online-Shop, der den Patch mit dem Panzer vertreibt, verkauft neben Militär- und Polizeimotiven auch Mund-Nasen-Schutzmasken mit Reichsbüger-Motiven und Impfgegner-Patches. Dies schreibt Felix Huesmann, Autor des Artikels, auf Twitter.


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