Münster

Münsteraner Ministerin: Svenja Schulze von Hackerangriff betroffen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei ihrer Antrittsrede im Bundestag am 23.03.2018. (Foto: BMU/Thomas Koehler)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei ihrer Antrittsrede im Bundestag am 23.03.2018. (Foto: BMU/Thomas Koehler)

Der Hackerangriff auf Politiker und Prominente sorgt derzeit für Schlagzeilen. Mit der Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) gehört auch eine Münsteranerin zu den Opfern.

Svenja Schulze gehört zu den hochrangigsten politischen Opfern des Hackerangriffs, der momentan große öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Dies erklärte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Samstagvormittag auf Anfrage. Bei den veröffentlichten Daten handele es sich um die die Mobilfunknummer sowie die Privatadresse und die private Email-Adresse. Diese seien jedoch “teilweise veraltet”. Zuvor hatten unter anderem das Internetportal t-online.de und das WDR-Magazin Westpol darüber berichtet.

Schulze ist bei weitem nicht die einzige hochrangige Politikerin, die zu den Opfern des Hackerangriffs zählt. So sind ausgewählte Daten von allen Mitgliedern des Bundeskabinetts veröffentlicht worden. Darunter befinden sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die beide aus dem Münsterland kommen. Die anderen Münsteraner Mandatsträger im Bundestag und im Landtag NRW befinden sich nicht unter den Opfern.

Seit dem gestrigen Freitag ist die Publikation von persönlichen Daten und Dokumenten mutmaßlich durch einen Hacker namens “GOd” einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. “Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden über den Kurznachrichtendienst Twitter seit Anfang Dezember persönliche Daten einzelner Betroffener veröffentlicht”, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik am Freitag mit. Die Daten sind auf unterschiedlichen Download-Plattformen öffentlich zugänglich.

Auch Prominente und Journalisten unter den Opfern

Aus welchen Quellen die Daten kommen, ist derzeit noch offen. Teilweise handelt es sich anscheinend um Datensätze, die nicht mehr aktuell sind und möglicherweise aus früheren Hackerangriffen stammen. Manche der nun aufgeführten Informationen sind auch zuvor öffentllich einsehbar gewesen. Größtenteils handelt es sich dabei um Daten wie Handynummern und Mailadressen, in Einzelfällen beispielsweise auch um Bankdaten.

Bei dem Grünen-Parteichef Robert Habeck etwa ist auch der Personalausweis online gestellt worden. Ein Sprecher der Partei sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und der dpa, dass Habeck Anzeige gegen Unbekannt gestellt habe. Zudem haben der oder die Täter private Informationen zu Journalisten und Prominenten wie Jan Böhmermann und Oliver Welke veröffentlicht.


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