Rathaus

Hafencenter-Gegner: Bereit zur nächsten Klage

Hafencenter Rainer Bode (rechts im Bild/Foto: Archiv)

Die Hafencenter-Gegner haben ihr Pulver noch lange nicht verschossen: Sollte ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, wollen sie abermals klagen. Rainer Bode und seine Mitstreiter haben aber noch ein weiteres Ass im Ärmel.

“Falls der neue Bebauungsplan endgültig beschlossen werden sollte, werden wir wieder klagen”, macht Rainer Bode (Archiv-Foto), Sprecher der Hafencenter-Gegner, unmissverständlich klar. Bis dahin dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen: Stadtbaurat Robin Denstorff hatte kürzlich via “Münstersche Zeitung” angekündigt, dass er dem Planungsausschuss Ende Juni den neuen Entwurf für einen Bebauungsplan vorlegen will. Dieser soll die vom Oberverwaltungsgericht im April letzten Jahres monierten Mängel, wie es im Juristendeutsch heißt, “heilen”.

Nach der Offenlegung des Bebauungsplans haben die Bürger zunächst die Möglichkeit, Einwendungen vorzubringen. Im Anschluss müsste sich im Rat eine Mehrheit für den zweiten Anlauf in Sachen Hafencenter finden. Bislang jedenfalls stehen CDU, FDP und SPD hinter dem Projekt. Bode schätzt, dass das Stadtparlament im Spätsommer 2020 entscheiden müsste, wenn die Kommunalwahlen unmittelbar vor der Tür stehen.

Plan B gegen das Hafencenter

Erst nachdem der Bebauungsplan aufgestellt worden ist, wäre eine Klage möglich – oder ein Bürgerbegehren. Eine entsprechede Möglichkeit prüfen Bode – mit der Materie seit dem spektakulären Scheitern der Musikhalle 2007 bestens vertraut – und seine Mitstreiter. Nach einer gesetzlichen Neuerung aus dem Jahr 2016 könnte nun auch diese Option bestehen.

Bode fordert derweil grundlegende Änderungen an der Planung. Kernpunkt wäre eine drastische Reduzierung der Einzelhandelsfläche. Von den bislang geplanten 4900 Quadratmetern erachtet er maximal 1000 als verträglich: “Auch in einem solchen Fall müssten die Lärm- und Verkehrsprobleme gelöst werden.” Es müsse im Einvernehmen mit den Bürgern ein Konsens gefunden werden. Das Unternehmen Stroetmann hat nach seinen Angaben ein Gesprächsangebot abgelehnt.


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Ein Kommentar

  1. Als das Hafencenter genehmigt wurde, gab es über den Kanal noch eine richtige Schillerstraßen Brücke, mit 1 rein und 1 raus Spur. Die Brücke war nicht hoch genug und wurde durch eine schmalere Brücke ersetzt. Da reicht der Platz jetzt nur noch für 1 Auto und 1 Fahrrad gleichzeitig. 2 Autos geht nur ohne Fahrrad. Wegen der tollen schmalen Brücke, dürfte sich Planerisch nicht mehr viel Verkehr zu der Theodor Scheiwe Straße verlagern lassen. Der erste Bau auf den ehemaligen Osmo Hallen, dürfte bald beginnen. Die Nutzung wird auch Verkehr zur Folge haben. Mit Ampelschaltungen wird man dorthin keine Verkehrsströme lenken können, weil davon Wolbecker Straße und Albersloher Weg negativ betroffen wären. Verkehrstechnisch aktiv machen, könnte man nur bei der Ein- und Ausfahrt des Centers. Das Einkaufzentrum mit Edeka bis Aldi an der Friedrich Ebert Straße ist recht dünn angebunden, ohne das es große Verkehrsprobleme gibt. Mehr Verkehr wird das Hafencenter durch die Problematische Anbindung sicher nicht anlocken können. Vielleicht ist das mehr das Problem.

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