Münster

Stadt stellt klar: Kein Feuerwerk-Verbot an Silvester

Symbolbild: Die Gewalt gegen Mitarbeiter der Stadt nimmt zu. (Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / “Münster, Stadthaus 1 -- 2017 -- 9808” / CC BY-SA 4.0)

Symbolbild Stadthaus 1: Die Stadtverwaltung erteilte einem Feuerwerk-Verbot jetzt eine Absage. (Foto: Dietmar Rabich/Wikimedia Commons /“Münster, Stadthaus 1 — 2017 — 9808”/CC BY-SA 4.0)

Die Forderung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nach einem Verbot von privatem Feuerwerk an Silvester sorgt für Diskussionen. Jetzt hat die Stadt Münster klar Stellung bezogen: Die Verwaltung sieht keinen Anlass, “das seit Jahrhunderten existierende Brauchtum zu untersagen”.

“Die Messwerte des vergangenen Jahreswechsels lassen keinen akuten Handlungsbedarf erkennen”, erklärte Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer in einer Pressemitteilung am Donnerstagnachmittag. In Münster mit seiner vergleichsweise guten Luftqualität gebe es hierzu keinen Anlass.

Durch das Silvester-Feuerwerk entstehe in Münster für etwa eine bis zwei Stunden eine Luftbelastung durch Feinstaub, in deren Folge im Höchstfall ein Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten werden könnte. Am 1. Januar 2019 bewegte sich die Belastung nach Angaben der Verwaltung etwa im Bereich der Hälfte des Tagesgrenzwertes. Ohnehin komme es in der Stadt nur an wenigen Tagen im Jahr zur Überschreitung der gesetzlich vorgeschriebenen Luftschadstoff-Werte.

Deutsche Umwelthilfe fordert Feuerwerk-Verbot

Die DUH hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie formale Anträge auf ein Böller-Verbot in 67 Städten eingereicht hat. Darunter befindet sich auch Münster. Bereits im Juli hatte die Organisation entsprechende Anträge in weiteren 31 Städten eingereicht.

Allen Kommunen ist nach Angaben der DUH eins gemein: Die innerstädtische Luft seit mit “gesundheitsschädlichen” Partikelkonzentrationen von mindestens 20 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter im Jahresmittel belastet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, diesen Wert zum Schutz der Gesundheit nicht zu überschreiten.

Münster kommt laut DUH auf ein Jahresmittel von 24 Mikrogramm. Der in Deutschland zulässige Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm.


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