Rathaus

Grüne stimmen für Koalitionsverhandlungen mit SPD und Volt

Grüne, SPD und Volt hätten zusammen eine Mehrheit im Stadtrat. (Symbolbild))

Grüne, SPD und Volt hätten zusammen eine Mehrheit im Stadtrat. (Symbolbild)

Lange hat es gedauert, doch jetzt zeichnet sich die künftige Rathaus-Koalition immer deutlicher ab. Am Dienstagabend stimmte die Mitgliederversammlung der Grünen dafür, dass ihre Fraktion Verhandlungen mit der SPD und Volt aufnimmt.

“Gemeinsam mit der SPD und Volt wollen wir in den nächsten Jahren die Stadt gestalten”, erklärte Grünen-Ratsherr Leon Herbstmann am Dienstagabend auf Twitter. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen. Auch die Münsteraner Grünen bestätigten den Beschluss auf ihrer Facebook-Seite.

“Die Sondierungen der letzten Wochen haben gezeigt, dass die drei Parteien der Gestaltungswille eint, Dinge in Münster zum Besseren zu verändern”, erklärte SPD-Chef Robert von Olberg am Mittwochmorgen auf Twitter. “Wir sehen die Möglichkeit, viele unserer Kernanliegen mit Grünen und Volt gemeinsam umzusetzen.” Ziel sei eine Einigung bis zur Verabschiedung des Haushalts für 2021. Dessen Aufstellung steht im März an. Der Vorstand der SPD Münster hatte bereits in der letzten Woche den Beschluss zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gefasst.

“Die Gespräche sowohl mit SPD und Grünen verliefen sehr konstruktiv und in einer angenehmen Atmosphäre”, erklärte Volt-Ratsherr Tim Pasch kürzlich auf Anfrage. Bereits in der vergangenen Woche stimmte die Mitgliederversammlung für die Aufnahme von weiterführenden Gesprächen, hieß es am späten Dienstagabend auf dem Instagram-Account von Volt: “Mit einem eindeutigen Abstimmungsergebnis dafür blicken wir nun auf 5 Jahre progressiven Wandel!”

Grüne hätten eine Mehrheit zusammen

Damit kommt rund acht Wochen nach der Kommunalwahl Bewegung in die Frage, wie sich die künftige Mehrheit im Rat zusammensetzt. Hier wären rechnerisch mehrere Modelle denkbar. Die CDU würde zusammen mit den Grünen oder der SPD über die notwendigen Stimmen verfügen. Doch in beiden Parteien gibt es dem Vernehmen nach Vorbehalte gegen eine Zusammenarbeit mit den Christdemokraten.

Anders ist die Situation bei einem denkbaren Bündnis von Grünen, SPD und Volt. Das Trio käme auf eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme.


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