Redaktionsblog

Wir sind 1! Aber noch immer nicht erwachsen

Die Wiedertäuer feiern ihren ersten Geburtstag!

Juhuuuuuu! Die Wiedertäufer feiern Geburtstag! Das ist schön, denn innerhalb des letzten Jahres haben wir schon viel erreicht. Aber das reicht noch lange nicht!

Heute vor einem Jahr ist es soweit gewesen: Unsere erste Geschichte ging online und schlug direkt ganz ordentlich ein. Der Artikel über die Klostergärten hat bis heute rund 2.000 Aufrufe. Für so ein Blog ist das gar nicht schlecht. Und sogar die etablierte Lokalpresse griff das Thema auf (drei Wochen später). Das sollte, wie wir heute wissen, in der Folgzeit noch häufiger vorkommen – leider stehts ohne die Würdigung unserer Vorarbeit. Das wurde zuletzt nochmal ganz besonders deutlich bei der Geschichte zu der Prüfung über den Überlassungsvertrags zum Preußenstadion. Politik und Verwaltung machen zeitweise ebenfalls den Eindruck, sich noch an uns gewöhnen zu müssen.

Aber sei’s drum. Das Crowdfunding aus dem letzten Jahr haben wir ebenfalls erfolgreich abgeschlossen und damit einige laufende Kosten und die Anschubfinanzierung gedeckt. Oftmals kommen viele kleine Posten dazu: Für die Geschichte über das Hitler-Haus musste ein Buch angeschafft werden, für den Scoop mit der Trennung von Deilmann/Kresing musste kostenpflichtiges Bildmaterial her. Bei der Undercover-Recherche bei der Identitären Bewegung ging im Keller der Gaststätte Uppenberg eine Runde auf die Wiedertäufer. Einige in diesem Zusammenhang erforderliche, persönliche Sicherheitsmaßnahmen schlagen mit monatlich 90 Euro zu Buche. Die Serverkosten für das laufende Jahr betragen zunächst rund 170 Euro. Für Beteiligungen am finanziellen Aufwand sind wir wie immer sehr dankbar – bei größeren Summen gerne eine Mail an redaktion@;-)




Die wesentliche Zielsetzung, ein publizistisch relevantes Medium zu schaffen, das die anderen Geschichten oder manche Geschichten anders oder zuerst erzählt, darf durchaus als erreicht angesehen werden. Höhepunkt war die Auszeichnung mit dem Preis der Stiftung NRW vor Ort. Gleichwohl ist das kein Grund sich zurückzulehnen. Daran muss man Tag für Tag arbeiten und da kommen schon einige Stunden im Monat zusammen. An dieser Stelle sei erwähnt: Wir suchen weiterhin schreibende Unterstützer. Wesentliche Voraussetzung ist der notwendige Biss, diesen einen Schritt weiterzugehen.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Aber schauen wir in die Zukunft. Was ist geplant? Der Reichweitenaufbau läuft ganz gut – wobei Reichweite an sich zweitrangig ist. Publizistische Relevanz bedeutet aber auch, dass ein Blog gelesen wird. Das ist jetzt durchaus schon der Fall (siehe auch den Artikel zu den herausragenden Geschichten des letzten Jahres). Eine wesentliche Neuerung, die wir ausprobieren möchten (und wozu uns Facebook zwingt), ist der Nachrichtendienst. Dabei handelt es sich um keinen Newsletter im klassischen Sinne, sondern um eine Art Mail-Info zu jedem neuen Artikel. 100 Abonennten benötigen wir mindestens, damit sich der nicht ganz unerhebliche Mehraufwand lohnt.

Eine Anmeldung ist hier möglich (sorry, die Bestätigungsmail und so ist auf Englisch, aber wir haben das nicht anders hinbekommen):

Unser Newsletter enthält Informationen zu unseren journalistischen Produkten. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung, erhaltet ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Darüber hinaus sollen die Wiedertäufer zukünftig die virtuelle Welt häufiger verlassen (#Redaktionsmarketing). Eine Informationsveranstaltung zum Thema Informationsfreiheitsgesetz ist angedacht, vielleicht kommt eine Referentin vom Recherchekollektiv Correctiv. Nils wird am 19. April bei einem Panel zum Thema “Wer macht in Zukunft noch lokale Nachrichten?” auf der PushCon in Ahaus mitwirken. Für den 11. Mai ist die Teilnahme an einem Reporter Slam in der Pension Schmidt geplant.

Viel wichtiger aber ist die institutionelle Weiterentwicklung des Projekts. Im kommenden Jahr werden wir einen Verein gründen, um den Wiedertäufern einen angemessenen Rahmen für das weitere Wachstum zu schaffen. Das geht einher mit dem Ausbau der Berichterstattung, womit wir wieder beim Thema schreibende Unterstützer wären… Es müssen aber nicht zwangläufig Schreiberlinge sein. Ein Unterstützer berät uns in Rechtsfragen, andere stehen für inhaltliche Diskussionen zur Verfügung, wiederum andere helfen mit Infrastruktur aus.

Das wäre es zunächst. Danke an alle, die dieses Projekt unterstützen – sei es mit Ratschlägen, Themenhinweisen, Spenden oder einfach nur einem Klick. Bleibt uns auch im kommenden Jahr gewogen und macht Freunde und Bekannte auf dieses wichtige Angebot aufmerksam!

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