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Hafencenter: Gegner klagen gegen Baugenehmigung

Hafencenter: Die Gegner um Rainer Bode (rechts im Bild) sehen ihren Kampf noch lange nicht am Ende. (Foto: Archiv)

Hafencenter: Die Gegner um Rainer Bode (rechts im Bild) haben Klage gegen die Baugenehmigung eingereicht. (Foto: Archiv)

Das umstrittene Hafencenter beschäftigt einmal mehr die Gerichte: Die Gegner des Projekts haben jetzt eine Klage gegen die inzwischen vorliegende Baugenehmigung eingereicht.

Dies bestätigte deren Sprecher Rainer Bode den Wiedertäufern. Die Begründung für die Klage soll demnach zu Jahresbeginn eingereicht werden. Die Stadt hatte dem Handelsunternehmen Stroetmann kürzlich die Baugenehmigung erteilt (wir berichteten). Dem Vernehmen nach soll der Spatenstich für den Gebäudekomplex mit Einzelhandels-, Büro- und Wohnflächen schon im Januar erfolgen. Die Klage gegen die nun vorliegende Baugenehmigung hat nicht automatisch eine aufschiebende Wirkung. Stroetmann würden aber unter Umständen auf eigenes Risiko bauen.

Darüber hinaus befindet sich die Klage gegen den Bebauungsplan, den der Stadtrat im Dezember 2015 beschlossen hat, in der Prüfung durch das Oberverwaltungsgericht. Ende Februar erst haben die Gegner eine 110 Seiten starke Begründung vorgelegt. Wann das Normenkontrollverfahren abgeschlossen wird, ist indes vollkommen offen.

Die Gegner des Projekts argumentieren vor allem mit Emissionsschutz und der ihrer Ansicht nach mangelhaften Verkehrsplanung. Nach bisherigem Stand müsste ein Großteil des Verkehrs über den ohnehin stark befahrenen Hansaring abgewickelt werden. Ein Abfluss über die Schillerstraße ist nicht möglich, da die Theodor-Schweiwe-Straße derzeit nicht für den Durchgangsverkehr geöffnet ist.

Stroetmann plant auf dem ehemaligen Gelände der Holzgroßhandlung Wehmeyer und der alten Post auf rund 22.000 Quadratmetern Flächen für Einzelhandel, Dienstleistungen, Büros und Wohnungen. Herzstück soll ein E-Center mit ca. 3.000 Quadratmetern Verkaufsfläche werden.